Digitalisierung ist ein wichtiger Teil der Seniorenpolitik

Der schnelle Ausbau der Digitalisierung ist überaus wichtig. Hierbei werden oft die alten Menschen vergessen. Dieser Teil der Bevölkerung hat den geringsten Zugang, könnte aber großen Nutzen erzielen und das nicht nur zu Corona Zeiten. Deshalb müssen hier ganz besondere Anstrengungen unternommen werden.

Die aktuell verfügten Kontaktbeschränkungen sind besonders für alte Menschen in Einrichtungen schwer zu ertragen. Digitale Medien könnten hier helfen. Auch „nach Corona“ kann Digitalisierung den Älteren das Leben erleichtern, beispielsweise bei eingeschränkter Mobilität. Doch hierfür müssen Voraussetzungen geschaffen werden, in Form von Schulung und Schaffung der technischen Voraussetzungen. Seit 1993 erscheint in jeder Legislaturperiode ein Altersbericht zu einem seniorenpolitischen Thema. Der 8. Bericht hat zum Inhalt welchen Beitrag Digitalisierung und Technik zu einem guten Leben im Alter leisten können und welchen Nutzen und Mehrwert sie für ältere Menschen haben. Er wurde im August 2020 vom Bundeskabinett beschlossen und enthält 12 Handlungsempfehlungen, die teilweise die Kommunen betreffen.

Zitat aus dem 8. Altersbericht der Bundesregierung: „Viele Studien zeigen, dass in den letzten Jahren zwar immer mehr ältere Menschen das Internet nutzen, dass die digitale Kluft zwischen jüngeren und älteren Menschen jedoch immer noch groß ist. Während in der Phase rund um den Ruhestand der Anteil von Menschen mit Zugang zum Internet mit mittlerweile über 80 Prozent recht hoch ist, haben Menschen ab Mitte 70 wesentlich seltener einen Internetzugang. Allerdings zeigt sich zugleich, dass es hier deutliche Unterschiede innerhalb der Gruppe der älteren Menschen gibt. Ältere Menschen mit niedrigem und mittlerem Bildungsstand nutzen digitale Technik deutlich seltener beziehungsweise weniger kompetent als ältere Menschen mit hohem Bildungsstand. Diese Unterschiede nehmen im höheren Alter zu: Während bei den Menschen vor dem Ruhestandsalter die Bildungsunterschiede relativ gering ausfallen, sind sie bei älteren Menschen ab etwa 67 Jahren noch sehr groß.“ 

Ruth Alpers: „Gerade älteren Menschen, die nicht mehr so mobil sind oder in Heimen wohnen, bietet die Digitalisierung gute Möglichkeiten am Leben teilzunehmen, wo es sonst kaum möglich wäre. Ein Video von den ersten Schritten des Urenkels, ein Chat mit Freunden, oder eine Online Gymnastik erhöhen deutlich die Lebensqualität. Dafür müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden und es muss Hilfe zur Nutzung gegeben werden.“

Deshalb habe ich beantragt:

Die Kreisverwaltung stellt im Fachausschuss den 8. Altersbericht des Bundes vor und berichtet welche Handlungsempfehlungen im Sinne dieses Berichts umgesetzt wurden oder geplant sind.

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